© Toni Gries / DAV Zwickau

3 Tage, 3 Flüsse und 123 Kilometer

Mit Zelt und Hund entlang der Laber, Main-Donau Kanal und Donau!

15.07.2025

Der Sommerurlaub war vorbei, aber so rechte Lust auf Alltag hatten wir noch nicht. Also die Klamotten umgepackt und bei durchwachsenem Wetter auf in unser erstes "Bikepacking" - Abenteuer.

Wir starteten bei noch sehr sonnigen Wetter in dem kleinen Ort Breitenbrunn im schönen Naturpark Altmühltal. Auf einem idyllischen Radweg entlang der Breitenbrunner Laber fuhren wir Richtung Dietfurt an der Altmühl. Hier wenden wir uns Flussabwärts und kamen bis ins schöne Riedenburg ehe uns der erste Schauer erwischte. Die Zwangspause nutzen wir für ein erstes wohlverdientes Eis.

Nachdem es von oben wieder trocken war, ging es nun auf gelb-sandigen schlammigen Wegen für uns weiter. Der Anhänger in dem Zuma mit fuhr, bekam am meisten ab, hatte Gott sei Dank aber die richtige Farbe damit der Dreck nicht gleich zu sehen war. Gemütlich ging es entlang des Kanals bis Kelheim. Hier war Mittagspause angesagt, und in der Stadt ließ sich schnell etwas zu essen finden. Auch einem jeden Wanderer, sei diese Gegend Aufgrund des Donaudurchbruchs und der vielen schönen Wanderwege zum Teil an steilen Hängen wärmstens ans Herz gelegt. Wir aber fuhren nun an der Donau noch ein gutes Stück weiter. Drei Flussschleifen entfernt hatten wir dann unser Ziel, den Campingplatz „Freizeitinsel“ erreicht. Dieser hatte alles, was man braucht und war für Radtouristen bestens ausgestattet, mit kleiner Biertischgarnitur und wasserfester Lade-Möglichkeit für alles Elektrische. 

https://www.campingplatz-freizeitinsel.de/ - wir kommen gerne wieder.

Nach einem angenehmen trockenen Frühstück, die Nacht über hatte es immer mal wieder geregnet, ging es für uns bei guten, fast schon sonnigen Wetter weiter. Nach drei weiteren Flussschleifen ging es, noch bevor wir das Stadtgebiet Regensburg erreichten, in Sinzing in das hier recht unauffällige Labertal. Bei der Donaubrücke stellten wir uns dann aber nocheinmal für 30 Minuten unter, der nächste Schauer hatte uns eingeholt. Wiederholern sei gesagt, dass sich zum einen ein Ausflug nach Regensburg noch gut in die Tour einbauen lässt und zum anderen dort die beste Verpflegungs Möglichkeit wäre.

Wie wir nämlich feststellen mussten, sind die Verpflegungs Möglichkeiten in dem wunderschönen und beinah als Geheimtipp für Radler zu beschreibenden Labertal in unserem Fall zur Mittagszeit leider sehr übersichtlich gewesen. Die einzige Einkehrmöglichkeit direkt am Weg, die Schlossbrauerei Eichhofen hatte leider während der Woche nicht auf. Wirtshäuser ein Stück ab des Weges, die mit zusätzlichen Höhenmetern verbunden wären, öffneten erst zum späten Nachmittag. So ließ ich die Familie in Schönhofen an einer wunderschönen rastplatzartigen Kneippanlage mit Toilette und überdachter Sitzmöglichkeiten zurück, um steilbergauf in den Nachbarort ins Edeka zu fahren und Mittagessen zu besorgen. Gut gestärkt ging es dann zwischen kleinen Regenschauern in einen Abschnitt des Labertalwegs der die Zeit vergessen lässt. Auen, Felsen, Wald und Ruhe. Die nächste Straße war zwar nicht weit entfernt, jedoch gab es niemanden, der sie nutzte. So gelangten wir total entspannt zum Campingplatz Hartlmühle. Dieser Platz bietet alles was man braucht, ohne übertriebenen Komfort. Da die Schlaffässer und Tinyhouses nicht vermietet waren durften wir vorne in der Nähe der Sanitärgebäude und des Gasthauses aufbauen und hatten so bei dem regnerischen Wetter kurze Wege. Zur Verpflegung gibt es im Ort Laaber ein paar Meter weiter einen winzigen Laden mit riesigem Angebot, in dem die orginale Tante Emma mit Rat und Tat und einem Charm zur Seite steht, der einen mit Schmunzeln und frohen Gedanken wieder vor die Tür gehen lässt.

https://www.hartlmuehle.de/ - alles da, alles okay auch der Landgasthof sei Empfohlen, aber auch unter der Woche gleich bei Ankunft Platz reservieren!

Nach einer durchaus sehr erholsame Nacht stand eine Premiere an, Frühstück im strahlenden Sonnenschein, wenn auch noch etwas frisch. So begannen wir also unseren letzten Etappentag. Alles wurde wieder verzurrt, Zuma stieg mittlerweile in den Anhänger, als wäre es ihre Box im Auto. So ging es noch ein gutes Stück die Laber hinauf, ebenso identisch und entspannt wie am Vortag.

Da Flüsse nun mal aber bergab fließen, und wir 2,5 Tage entlang von Flüssen unterwegs waren, mussten wir natürlich noch mal über einen Berg, um zurück zu unserem Auto zu gelangen. Und so zweigten wir aus dem sich weiter sanft dahin schlängelnden Tal ab und es ging zügig bergan. Nun ist das Altmühltal aber kein Hochgebirge und somit war nach einer stetigen Steigung von 150 Höhenmetern am Stück der höchste Punkt in Hemau erreicht. Als hätte man es bei der Stadt Gründung gewusst waren hier am Ende des "langen" Anstiegs ein Brunnen, ein Stadtplatz und eine Eisdiele zu finden, die sich hervorragend als belohnender Anreiz nutzen ließen. Nachfolgend ging es mit schöner Aussicht über ruhige Straßen und durch Felder zurück in Richtung Breitenbrunn. 


Hier nun endete unsere erste Radausfahrt mit der ganzen Familie, alle Etappen waren für alle sehr gut zu schaffen. An der ein oder anderen Stelle ließe sich sicherlich noch etwas Sightseeing mit einbauen. Burgen, Aussichtspunkte und andere schöne Plätze laden doch sehr oft zum verweilen ein. Wer die Runde als Tagestour oder in Etappen nachfahren möchte, kann sich die GPX Daten herunterladen und solltet ihr Fragen haben, meldet euch gern.


Liebe Grüße von den Griesens

Du hast Fragen zur Tour? Stell sie gern an Toni.